Kunst-Ausstellungen 2018



Gabie Knospe


Ausstellung "Sichtweise" vom 2.3.-3.5.'18

In Witzenhausen geboren und aufgewachsen, führte Gabie Knospe das soziales Engagement gemeinsam mit Mann und Sohn für viele Jahre nach Afrika. Durch ihre Arbeit am französischen Kulturzentrum in Bamako/Mali lernte sie zahlreiche internationale Künstler kennen und verliebte sich in die wunderschönen afrikanischen Stoffmalereien. Daraus entwickelte sich der Wunsch, mit Stoffen und Farben zu experimentieren und zu arbeiten. Erlernte Fähigkeiten konnten in Afrika in Kunstausstellungen präsentiert werden.

Durch ihre letzte berufliche Tätigkeit war sie häufig in Paris, Mailand, Rom etc. und entdeckte dort das typisch pulsierende, mediterrane Leben, geprägt von viel Sonne und Lebenslust. Davon inspiriert reaktivierte sie ihre Leidenschaft zur Malerei und erlernte dieses Handwerk in der hiesigen Malschule von Ela Köhler.

Die Vernissage fand am 2. März statt und wurde von Welf Kerner auf dem Akkordeon mit Tango und französischer Musettemusik begleitet.


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Eine künstlerische Reise nach Paris
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Marcelino Pinent


Ausstellung  4.5. - 28.6.2018

 Die Vernissage fand zusammen mit Philippe Zount am 1. Juni ab 19.00 Uhr statt.



Amati Holle


Ausstellung "InnenAnSichten": 29.6.- 30.8.

Die im Münsterland 1958 geborene Künstlerin beschäftigt sich seit 1996 mit der Wirkung von Farben, auch in Hinblick auf deren Heilkraft. Dann folgte sie der Neugierde auf die Zwischenräume von Form und Formlosem, die beginnen eine Geschichte zu erzählen. „Wenn Farben sich begegnen, gehen sie in Korrespondenz miteinander und bringen ein ganz eigenes Thema zutage.“ So wird Energie sichtbar in Materie, die ausstrahlt und bewirkt.

Im Wesentlichen arbeitet die Künstlerin mit Öl Farben auf Leinwänden. Ihre Gemälde liegen im Zwischenbereich von Phantastik und Surrealismus.  

Die Sujets sind meist von harmonischen und farbkräftigem Erscheinungsbild. Ihrer Absicht folgend, Heilsames zu bewirken, laden ihre Bilder besonders ein, einen zweiten oder vertieften Blick darauf zu richten, da das Wesentliche meist erst dann dem Betrachtenden sichtbar wird.

Die Vernissage fand am 29. Juni mit Sektempfang statt. Sie wurde lyrisch umrahmt vom Witzenhäuser Künstlerkollegen Edgar Wied.

www.amatiholle.de


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Bilder mit Tiefenwirkung
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Philippe Zount


Ausstellung ZOUNT:ART  4.5. - 28.6.2018

ZOUNT wurde 1969 im Benin geboren und lebt heute in der Landeshauptstadt Porto-Novo. Hauptmotive seiner künstlerischen Arbeiten sind Themen des Lebensalltags der beninischen Gesellschaft. Daneben liefert ihm die Symbolwelt des Vodoun ein wesentliches Inspirations- und Arbeitsfeld. Als eingeweihtes Mitglied mehrerer Gemein- und Anhängerschaften unterschiedlicher Vodoun-Gottheiten durchdringt seine Kenntnis und sein Verständnis sowohl kultischer als auch sozial-kultureller Aspekte des Vodoun-Kultes sein künstlerisches Schaffen. Auch in den nun ausgestellten Bildern werden Symbol- und Bedeutungswelten des Vodoun dargestellt und thematisiert.

Neben der Malerei arbeitet ZOUNT als Skulpturist mit Materialien wie Blech, Eisen und Konservendosen; seit Kurzem versucht er sich zudem an Kollagen mit unterschiedlichsten Materialien.

ZOUNT stellte seine Werke international aus. Nachdem im Rahmen der Dokumenta 14 ausgewählte Werke ausgestellt waren, so sind nun neue, bislang nicht öffentlich gezeigte Werke im Ringelnatz zu sehen.

Die Vernissage fand am 1. Juni 2018 statt.



Hubert Gerhard


Ausstellung während des Kulturfestivals

"Treppen - Keller - Hinterhöfe" vom 7.- 9.9.

Metallkunst und Installationen

Durch seinen Beruf als Eisengießer und Schloßer weiß er, wie man Eisen verwandelt um es zu `Kunst` werden zu lassen.
Hubert Gerhard wird während des Kulturfestivals "Treppen, Keller, Hinterhöfe" seine Objekte im Ringelnatzgarten ausstellen. Hubert Gerhard bei TKH

Eintritt: Festivalbutton oder ein Tagesbändchen



Felicitas Dörr-Backes


Bilderausstellung vom 31.Aug.- 6. Dez. '18

Dörr-Backes ist seit 1982 mit verschiedenen Ausstellungen in Saarbrücken, München, Roskilde und Kopenhagen einem breiten Publikum bekannt und erhielt 2017 den La Werra Publikumspreis.

 Sie lebt und arbeitet in Witzenhausen und malt poetische Bilder in Lasurtechnik mit Acrylfarben.

 

Die Ausstellung fand auch im Rahmen des Kulturfestivals "Treppen - Keller - Hinterhöfe" statt.

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HNA-Artikel vom 3. September 2018: "Die vielen Seiten einer Frau"
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Abstrakte Malerei nach 1945


Bilderausstellung v. 7. Dez. '18 - 1. Feb. '19

Das „Ringelnatz“ zeigt Beispiele informeller Kunst als Antwort auf Verfolgung, Vertreibung und Verfemung in Nazi-Deutschland. Die ca. 20 Arbeiten stammen aus einer Witzenhäuser Privatsammlung.

Die ungegenständliche, nicht-figurative Kunst beruft sich auf das Prinzip der Formlosigkeit und Spontanität. Der Begriff Informel bezeichnet keinen einheitlichen Stil und versteht sich als „Bilanz der Freiheit“ nach 12 Jahren Terror.

In einem Raum werden Arbeiten von Hann Trier (1915-1999) mit denen von Hans Hartung (1904-1989) konfrontiert. Im anderen Raum kommuniziert Hann Trier mit K.R.H. Sonderborg (1923-2008).

Nach 1945 kreiste das Schaffen der drei Künstler um die „Ecole de Paris“. Paris war damals ein Kraftzentrum der zeitgenössischen Kunst. In Deutschland war Tabula Rasa. Arbeiten der Drei wurden auf der documenta 1 (1955), der documenta 2 (1959) und der documenta 3 (1964) gezeigt.

Angeregt wurde die Sammlungstätigkeit der Witzenhäuser durch die Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (Berlin 1983) : „Grauzonen/Farbwelten – Kunst und Zeitbilder 1945-1955“. Der sehr lohnende Katalog (450 Seiten) ist für wenig Geld antiquarisch im Internet erhältlich.

Die Eröffnung der Bilderausstellung der drei verstorbenen Künstler fand mit den Ausstellern Heidemarie Vahl und Dr. Hans-Bernhard Nordhoff am 7. Dezember statt.


Zum Ende dieser Ausstellung bestand im Rahmen einer Finissage die Möglichkeit, mit dem Witzenhäuser Sammlerpaar über die Künstler, die Kunst und Politik dieser Zeit zu diskutieren. Heidemarie Vahl und Hans-Bernhard Nordhoff lasen Texte zur Kunstrichtung des „Informel“ in der „Nachnazizeit“.

„Dankbar bleibe anerkannt, daß die Maler des Abstrakten, die Avantgardisten in allen Ländern, weit stärker als ihre konservativen Kollegen, gewillt sind, sich brüderlich über Ländergrenzen hinweg die Hand zu reichen.“
[Anna Klapheck in „Westdeutsche Rundschau“ am 15.01.1949 Schlusssatz einer Besprechung der Ausstellung „Französische abstrakte Malerei“ in der Kunsthalle Düsseldorf]