Kultur-Events im September 2019


Marty Hall - Blues Night ; 7.9. 2019

„Hall, so scheint es, hat eine ganze Band in seine Gitarre gestopft. Alle Stimmen eines kompletten Arrangements sind da zu hören. Akkorde, Bassläufe,  Rhythmus, Backbeats. Dazu gesellen sich verspielte Einwürfe, verzierungsreiche Soli. Dies alles aus einem Instrument hervorzuzaubern, das erfordert nicht nur ein hohes Maß an Spielkultur und instrumentaler Klasse, das erfordert vor allem viel Einfühlungsvermögen und Disziplin, um nicht alles  zu Tode zu solieren, sondern den Stimmen gleichermaßen ihren Raum zu lassen. Halls Gesang verschmilzt mit diesem Instrumentalklang. Das ist äußerst puristisch, und doch voll inniger Wärme und Leidenschaft. Das ist wirklich große Musik."

https://youtu.be/i-Pj8TsavNU 

https://itunes.apple.com/de/album/platinum-blues/id1176493965?l=en



Freitag, 13. Sept. um 18 Uhr: Vernissage Holger Walleck - "Gesehen"

Die Frau über dem Papierkorb, die Kiste Bier vor der Haustür, den Mann mit dem zur Entsorgung frei gegebenen nadelnden Weihnachtsbaum, die Pfütze vorm Haus, den nicht folgenden Hund – der Göttinger Holger Walleck hat sie gesehen und in seinen Bildern festgehalten. Walleck malt, häufig durchaus mit einem kleinen Augenzwinkern, Bilder des ganz normal Alltäglichen. Dabei bedient er sich einer eher expressiven Formensprache, die u.a. dafür sorgt, dass seine Darstellungen nicht im rein Anekdotischen verharren, sondern dem Betrachter zugleich Freiräume bieten: die Möglichkeit, eigene Erinnerungen, Beobachtungen und Gedanken freizusetzen. Allem zu Grunde liegt seine Haltung, dass man Wesentliches erkennt, wenn man seinen Fokus auf die ganz banalen Phänomene und Ereignisse seines Daseins konzentriert. Was ist das eigentlich, was wir tun, uns umgibt, wo wir uns befinden – und: Wer sind wir eigentlich selbst? Walleck stellt Fragen – seine Antworten sind vage, eben bildnerisch.

Holger Walleck, geb. 1952 in Hamburg, hat Graphischer Zeichner in einer Werbeagentur und einem Ansichtskartenverlag in Lübeck gelernt. Später studierte er Kunstpädagogik und freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig, arbeitete danach als Kunsterzieher und ist ebenso lange als freier Künstler tätig. Seine Werke hat er bundesweit und international an zahlreichen Orten ausgestellt.



Sonntag, 15. Sept. um 17 Uhr: Günter Gall - "Radlers Seligkeit"

Vergnügliche Lieder & Geschichten zu 200 Jahren Fahrrad

"Bei keiner anderen Erfindung ist das Angenehme mit dem Nützlichen so innig verbunden wie beim Fahrrad" (Adam Opel)

Am 12.6.1817 fuhr  Freiher von Drais mit seiner Laufmaschine von Mannheim nach Schwetzingen. Weiter vom Hochrad, zum "saftey" (Niederrad ) bis zu modernsten Gefährten wie E-bike oder Mountainbike: 200 Jahre Fahrradgeschichte mit vergnüglichen Erzählungen von u.a. Heinrich Böll oder Hayfa al Mansour, historischen und neuen Fahrradliedern. Konstantin Vassilliev interpretiert virtuos Medleys bekannter Fahrradlieder. Auch Velozipedistinnen wie die Radpionierin Amalie Rother zeigen ihre strammen emanzipierten Waden. Das Fahrrad steht für einen friedlichen, völkerverbindenen Aspekt sowie den  ökologischen Umschwung. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen des großen Erfolges in 2017 werden wir 2019ff weiterradeln.
Günter Gall: Gesang, Gitarre, Erzählungen & Gedöns
http://www.guenter-gall.de/